Länder mit leichtem Zugang

In folgenden europäischen Länder ist der Zugang für einen Schwangerschaftsabbruch ziemlich leicht, auch für ausländische Frauen:

    • Österreich
      Die rechtliche Lage: der Abbruch auf Verlangen der Frau und ohne medizinischen Grund ist in Österreich legal, wenn er vor der 16. Schwangerschaftswoche (innerhalb von 3 Monaten nach der Einnistung), von einem Arzt/Ärztin nach vorheriger Beratung durch diese/n vorgenommen wird. Aber in der Praxis werden Schwangerschaftsabbrüche bis zu 12 Wochen nach der letzten Periode, auch wenn es keine Rechtsgrundlage dafür gibt, durchgeführt.Aber aufgrund der Option „Verweigerung aus Gewissensgründen“, sowohl seitens des medizinischen Personals als auch vom Krankenhausmanagement, sind die Möglichkeiten für einen Abbruch auch in Österrreich sehr beschränkt.
      Vom Gesetz her, darf der Abbruch von einem Arzt durchgeführt werden. Jedoch die Regelung für Mifegyne erlaubt die Verabreichung ausschließlich in Krankenhäusern und Kliniken, deshalb darf die medikamentöse Methode nur in Spitälern oder Kliniken erfolgen. Es gibt in Wien zwei Privatkliniken, die auf Schwangerschaftsabbruch spezialisiert sind und auch einen medikamentösen Abbruch anbieten.Alle Details runterladen: (in english) [pdf]

    • Frankreich
      Die rechtliche Situation: bis zur 14. Woche, falls die Frau entscheidet, dass sie sich aufgrund ihrer Schwangerschaft in einer Notlage befindet. Die Frau muss einen Arzt konsultieren und Minderjährige müssen zusätzlich einen Sozialarbeiter für eine Beratung aufsuchen.
      Seit 2004 können medikamentöse Abtreibungen auch ausserhalb von Krankenhäusern von einem Arzt in der privaten Praxis durchgeführt werden, die von einem Arzt. Nicht in allen Krankenhäusern werden Abbrüche durchgeführt.
      ! Frauen haben oft keine Wahlmöglichkeit für die Methode (medikamentös oder chirurgisch)

      Unter der neuen Ärztegeneration wollen immer weniger Fachkräfte eine Abtreibung durchführen. Alle Details zum runterladen: (in English) [pdf]

    • Belgien
      Die rechtliche Situation: bis zu 12 Wochen nach der Empfängnis (oder 14 Wochen nach der letzten Periode), wenn für die Frau die Schwangerschaft durch „Notlage / Notfall“ verursacht wurde. Keine Einschränkung: Wenn ernste Gefahr für die Gesundheit der Frau oder „extrem schwere und unheilbare Krankheit“ des Fötus besteht.
      Das Gesetz ist ziemlich liberal interpretiert. Seit Dezember 2001 ist eine Abtreibung erlaubt, wenn sie in einer Abtreibungsklinik, die eine Vereinbarung mit der Landesanstalt für soziale Sicherheit (INAMI / RIZIV) unterzeichnet hat, durchgeführt wird.Alle Details runterladen :(in english) [pdf]

    • Grossbritannien
      Die rechtliche Situation: bis zur 24. Woche, falls die Fortsetzung der Schwangerschaft ein größeres Risiko darstellt als die Beendigung.; sowohl was die körperliche als auch die psychische Gesundheit der schwangeren Frau betrifft oder ihrer bereits vorhandenen Kinder.Alle Details runterladen : (in english) [pdf]

    • Niederlande
      Die rechtliche Situation: Für Frauen, die 12 bis 16 Tage „drüber“ sind gibt es keine Wartezeit: Nach 16 Tagen gibt es eine Widerrufsfrist von 5 Tagen zwischen der ersten Beratung und der Abtreibung. Eine Abtreibung zwischen 16 Tagen und 24 Wochen wird von der Waz (Wet afbreking zwangerschap – Termination of Pregnancy Act) geregelt.
      Spätabtreibungen – nach der 24. Woche – sind nicht durch das Abtreibungsgesetz abgedeckt. Die ÄrztInnen sind verpflichtet, Spätabtreibungen und die Beendigung des Lebens von Neugeborenen an ein Zentralkomitee zu melden.
      (www.rijksoverheid.nl/onderwerpen/euthanasie/levensbeeindiging-pasgeborenen [dutch])Eine Abtreibung darf nur von einem Arzt/einer Ärztin in einem zugelassenen Krankenhaus oder einer Klinik durchgeführt werden. Das Krankenhaus/die Klinik hat dafür zu sorgen, dass ausreichende Voraussetzungen geschaffen werden, um Frauen alle nötigen Informationen zur Vermeidung ungewollter Schwangerschaften und Methoden zur sicheren Verhütung zur Verfügung zu stellen.Das Gesetz wird sehr großzügig interpretiert. Illegale Abtreibung existiert kaum. Die meisten Abbrüche werden in „non-profit clinics“ durchgeführt.
      Alle Frauen, die legal in den Niederlanden leben, erhalten von der AWBZ Rückerstattung. Ausländische Frauen müssen für die Abtreibung selbst zahlen.
      AWBZ.
      Alle Details runterladen: (in english) [pdf]
      Informationen auf der niederländischen Regierungswebsite: www.government.nl/issues/health-issues/abortion

    • Norwegen
      Die rechtliche Situation: bis zur 12. Woche auf Wunsch. Alle Krankenhäuser in Norwegen führen Abtreibungen durch, wenn sie über eine gynäkologische Abteilung verfügen. Alle Frauen können in jeder gynäkologischen Abteilung vorbeikommen und nach einer Abtreibung verlangen. Es kann sein, dass sie aus organisatorischen Gründen ein paar Tage warten müssen, aber bei einem medikamentösen Abbruch, der zuhause erfolgt, kann die Behandlung bereits am selben Tag beginnen.
      Alle Abteilungen bieten sowohl medikamentöse als auch chirurgische Abbrüche an, aber die meisten, 78%, erfolgen medikamentös.Ebenso bieten auch die meisten Abteilungen Behandlungen „zuhause“ mit Misoprostol bis zur 9. Schwangerschaftswoche an (90%) und sogar bis zur 9. -12. Woche (85%). Alle Abbrüche nach der 12. woche werden medikamentös durchgeführt.
      Für alle Frauen ist der Abbruch kostenlos. Wenn sie EU-Bürgerinnen sind oder eine Versicherung haben, werden die Kosten vom Versicherungsunternehmen den Spitälern mittels Formular E111 rückerstattet, aber sie dürfen Frauen die Kosten für den Eingriff nicht in Rechnung stellen.
      Sie könnten Frauen zwar bitten zu bezahlen, aber sie dürfen sich nicht weigern eine Abtreibung durchzuführen, wenn Frauen nicht zahlen können. Das würde kürzlich von der norwegischen Gesundheitsamtsaufsicht eingeführt, nachdem ein Osloer Spital abgelehnt hatte den Eingriff durchzuführen, weil die Frau nicht zahlen konnte. Es wird als Noteingriff aufgefasst und somit muss er allen Frauen kostenlos zur Verfügung stehen.Alle Details zum runterladen: (in english) [pdf]

  • Schweden
    Die rechtliche Situation: bis zu 18 Wochen auf Wunsch, bis zu 22 Wochen (fötale Lebensfähigkeit) „Starke Gründe“.
    Abtreibungen im zweiten Trimester unterliegen der Genehmigung durch den National Board of Health and Welfare.
    ! Der Eingriff muss in einem allgemeinen Krankenhaus von einem/einer qualifizierten Arzt/Ärztin durchgeführt werden.
    Die Kosten werden fast zur Gänze von der nationalen Gesundenversicherung übernommen. Patientinnen haben nur eine geringe Gebühr zu bezahlen.Alle Details zum runterladen :(in english) [pdf]

  • Schweiz
    Die rechtliche Situation: bis zu 12 Wochen (von LMP) (10 Wochen ab der Empfängnis): auf Wunsch.
    Die Frau hat einen schriftlichen Antrag zu stellen, aus dem hervorgeht, dass sie sich in einer Notlage befindet.
    ! Der Arzt ist verpflichtet, der Frau umfassende Informationen zu geben. Er muss die Entscheidung mit ihr im Detail besprechen, und ihr ein Informationsblatt mit Adressen von Beratungsdienstleistungen und Dienstleistungen überreichen, wo sie moralische und materielle Hilfe holen und sich über eine Adoption informieren kann .Die Krankenkasse übernimmt die Kosten einer rechtskonformen Beendigung der Schwangerschaft, unter den gleichen Bedingungen wie bei einer Krankheit.
    Die meisten Abtreibungen werden aus psychosozialen Gründen durchgeführt.
    Nach der 14. Schwangerschaftswoche ist es immer noch schwierig, eine Abtreibung zu erhalten, außer in sehr schweren FällenAlle Details zum runterladen :(in english) [pdf]
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3 Schritte:
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3. Klicken Sie auf Ihre Klinik / Praxis, z. B. Kreiskrankenhaus Mosbach
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