Länder, in denen Abtreibung verboten ist

In folgenden europäischen Ländern ist Abtreibung per Gesetz verboten, und nur unter bestimmten Voraussetzungen erlaubt.

    • Nordirland
      Anders als in anderen europäischen Ländern wird die Abtreibung in Nordirland fast vollständig kriminalisiert. Dies verhindert nicht, dass Frauen einen Abbruch benötigen oder suchen. Vielmehr zwingt es sie ungerechterweise, heimlich nach Großbritannien oder Europa zu reisen, oft allein.Siehe auch: (in English)abortioninireland.org

    • Irland
      Derzeit ist für alle Frauen in Irland eine Abtreibung verboten. Dennoch erlaubt das Gesetz, schwangeren Frauen Beratung und Informationen über alle Möglichkeiten einzuholen. Stellen Sie sicher, dass Sie eine angesehene Beratungsstelle wählen, da einige Anti-Abtreibungskampagnen-Gruppierungen dafür bekannt sind, sich als Beratungsstelle auszugeben. Wenn Sie sich dann entscheiden, eine Abtreibung vornehmen zu lassen, ist es Ihr Recht,  Irland dafür zu verlassenSiehe auch: (in English)abortioninireland.org

    • Liechtenstein
      In Liechtenstein hat das Parlament einen neuen Anlauf genommen, um beim Schwangerschaftsabbruch die Situation betroffener Frauen zu verbessern. Bei Abtreibungen durch einen Arzt im In- oder Ausland sollen Frauen nicht mehr strafrechtlich verfolgt werden.Der 25-köpfige Landtag ist am Freitag mit 24 Stimmen auf die von der Regierung vorgeschlagene Änderung des Strafgesetzbuches eingetreten. Liechtensteinerinnen, die abtreiben liessen, sollen nicht mehr mit bis zu einem Jahr Haft rechnen müssen, sondern straffrei ausgehen.Bedingung für die Befreiung von der Strafverfolgung ist, dass der Eingriff durch einen Arzt durchgeführt wird. Wobei es keine Rolle spielt, ob die Abtreibung im In- oder Ausland vorgenommen worden ist. Der Arzt, der liechtensteinische und jener im Ausland, unterliegen als Tatbeteiligte jedoch weiter der Strafverfolgung.Ausländische Ärzte, welche Abtreibungen bei Liechtensteinerinnen durchgeführt haben, werden im Fürstentum strafrechtlich nicht mehr belangt. Denn Teil der Vorlage ist die Abschaffung des Weltrechtsprinzips beim Schwangerschaftsabbruch.Verabschiedet ist die Revision des Strafgesetzbuches noch nicht. Das wird nach der zweiten Lesung im Frühling 2015 geschehen.Das Thema Schwangerschaftsabbruch stand bis vor einiger Zeit zuoberst auf der politischen Agenda im Fürstentum. Eine Änderung des unbefriedigenden Zustandes mit der Kriminalisierung von Frauen sowie dem Fehlen einer Fristenregelung wurden nicht erreicht.Die Einführung einer Fristenregelung war im September 2011 mit 52 Prozent an der Urne verworfen worden. Das Fürstenhaus hatte sich stets gegen eine Fristenlösung ausgesprochen.Quelle: www.nzz.ch
      Das Gesetz in der letztgültigen Fassung: [LiechtensteinGesetz]

    • Monaco
      Am 24. April 2009 hat Albert II, Fürst von Monaco von Gottes Gnaden, ein Gesetz unterzeichnet, welches das Parlament des Fürstentums einige Tage zuvor – nach mehrjährigen Beratungen – verabschiedet hatte. Es erlaubt einen Schwangerschaftsabbruch, wenn das Leben oder die körperliche Gesundheit der Schwangeren gefährdet ist, bei schwerer Schädigung des Fötus oder nach Vergewaltigung. Die Gefahr muss von 2 Ärzten bestätigt werden. Minderjährige brauchen die Zustimmung eines Elternteils. Der Eingriff darf nur in einem öffentlichen Spital vorgenommen werden. Fachleute rechnen mit etwa 5 bis 10 Fällen pro Jahr.Was wie ein äusserst restriktives Abtreibungsgesetz aus der ersten Hälfte des letzten Jahrhunderts daherkommt, bedeutet einen wichtigen Schritt nach vorn für das Fürstentum. Unter dem Protest der katholischen Würdenträger hat sich Monaco damit aus der Gruppe jener Länder verabschiedet, die einen Schwangerschaftsabbruch unter keinen Umständen zulassen. Die Monegassinnen, die die strikten Bedingungen nicht erfüllen, werden weiterhin ins nahe Ausland fahren, um eine ungewollte Schwangerschaft abzubrechen.
      Quelle: www.svss-uspda.ch
      Das Gesetz in der letztgültigen Fassung: ?

    • Malta
      Abtreibung ist illegal und unter allen Umständen verboten. Jeder, der eine Abtreibung durchführt – oder eine Frau die selbst eine macht oder dem Eingriff zustimmt – kann dafür zwischen 18 Monaten und drei Jahren Haft verurteilt werden.Ein Arzt, Chirurg, Geburtshelfer oder Apotheker der eine Abtreibung durchführt, steht vor einer Gefängnisstrafe von 18 Monaten bis zu vier Jahren und einem lebenslangen Berufsverbot. Die Regierung und die Bischöfe auf der Insel traten im Jahr 2000 entschieden gegen die Bewegung Abtreibungen auf einem Schiff in internationalen Gewässern vor Malta durchzuführen, auf.Siehe Strafgesetzbuch, wie 2007 geändert: (in English) abortion/MALTA

    • Polen
      Abtreibung ist nur unter folgenden Bedingungen erlaubt:wenn die Schwangerschaft das Leben der Mutter gefährdet oder ernsthaft ihre Gesundheit aufs Spiel setzt .Wenn es erforderlich ist, das Leben der Frau zu retten oder schwere Beeinträchtigungen ihrer Gesundheit zu verhindern.Wenn schwere und unheilbare Schäden am Fötus vorliegen. Nach einer Vergewaltigung oder anderen sexuellen Verbrechen (die Straftat muss von einem Staatsanwalt bestätigt werden).! 22/01/97 auf beruflicher Qualifikation von Ärzten erlaubt, eine Abtreibung durchzuführen oder begründet auf der Gefahr für das Leben der Frau oder dem Risiko einer Fehlbildung des Kindes.! 13/02/97 aufgrund der Qualifikation andere Personen als Ärzte, die befugt sind, eine schwangere Frau die einen Abbruch beabsichtigt, zu beraten; Austellung einer Liste von BeraterInnen und Regeln für die Beratung! Ärzte die Abtreibungen außerhalb der genannten Gründe vornehmen, unterliegen bis zu 2 Jahren Haft.Unklare Auswirkungen des neuen Gesetzes. Das Gesetz ist in der Praxis noch restriktiver. Es gibt eine Menge Beweise dafür, dass vielen Frauen legale Abtreibungen verweigert wurden, obwohl sie gesetzlich dazu berechtigt waren, insbesondere, wenn ihre Gesundheit gefährdet ist.
      Dies ist vor allem auf das Fehlen geeigneter Vorschriften über die medizinischen Gründe für die Abtreibung zurückzuführen.
      Es hängt nur vom Standpunkt der Ärzte ab und das kann leicht missbraucht werden, weil sie von Anti-Abtreibungs-Kampagnen beeinflusst werden.! Nach dem Gesetz wurde die Regierung verpflichtet, die Förderung von Familienplanung und Sexualerziehung in den Schulen einzuführen.

      Aber bis 2003 ist dieser Teil des Gesetzes noch nicht umgesetzt worden und in der Tat sowohl das Wissen als auch die Verwendung von Verhütungsmitteln sind gering.

      Alle Details zum runterladen: (in English)[pdf]

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